Die Entwicklung des Handys zum Werbemedium der Zukunft

| 17. Oktober 2009 | Keine Kommentare

Seit dem Aufkommen der ersten Werbe-SMS um die Jahrtausendwende hat sich das Medium Mobiltelefon im Vergleich zum Medium Internet mit doppelter Geschwindigkeit entwickelt. Bedingt durch die hohe Verbreitung von Mobiltelefonen und den wachsenden technischen Möglichkeiten, wird Mobile Marketing als Werbeplattform immer wichtiger und attraktiver für die Werbebranche. Dass man auch mit nur 160 Zeichen eine Werbebotschaft an den Mann bzw. die Frau bringen kann, beweisen immer mehr erfolgreiche Mobile Marketing-Kampagnen.

Was mit der ersten Werbe-SMS vor mehr als 10 Jahren begann, kann heute jeder Mobiltelefonbesitzer bereits selbst erstellen: Seine eigene individuelle Werbekampagne auf dem Handy wie z. B. mit Vodafone MyCampaign. Die Zukunft des Handys als Werbemedium hat damit aber erst begonnen. Kritiker sehen darin den Verlust der Privatsphäre und Missbrauch von Kundendaten, doch trotz dieser Kritik hat sich das Handy bei vielen großen Marken bereits als neuer Marketingkanal etabliert. Worin liegt das Erfolgsgeheimnis von SMS & Co begründet?

Ständige Erreichbarkeit der Kunden, Personalisierung, Interaktivität, Emotionalisierung und Lokalisierung sind die Schlagwörter von Mobile Marketing. Dabei ist das Handy das erste interaktive und zugleich persönlichste Massenmedium unserer Zeit.

Mit mehr als 107 Millionen registrierten Handy-Verträgen in Deutschland besitzt es eine unschlagbare Reichweite. Damit kommen auf jeden Bürger im Schnitt 1,3 Mobiltelefonanschlüsse. Da ist es nur allzu verständlich, dass Werbestrategen dieses Medium mehr und mehr in Ihren Kampagnen einsetzen. Längst hat sich das Medium Handy von der ersten Werbe-SMS bis hin zu komplexen Kampagnen weiterentwickelt.

Inhaltlich unterscheidet man Mobile Marketing mittlerweile in drei Teilbereiche:

Mobile Direct Response Marketing ist im Kern das häufig zitierte Herausstellungsmerkmal von Mobile in Bezug auf den „Rückkanal“. Unabhängig von Zeit und Ort kann auf unterschiedlichste Art und Weise das mobile Endgerät für die Interaktion genutzt werden wie z. B. durch das Einschicken einer SMS.

Mobile Permission Marketing ist ein so genanntes „Push“-Instrument. Hierbei wird die Zustimmung des Endkunden eingeholt, um ihm zum Beispiel eine Botschaft via SMS oder auch MMS auf sein Mobiltelefon zu senden. Ein Mobile Customer Relationship Management ermöglicht hierbei vor allem personalisierte Targeting-Optionen.

Als dritten Bereich steht das Mobile Advertising. Hierzu zählt in erster Linie das sogenannte Display-Advertising, also Banner Advertising im mobilen Internet. Weiterhin zählen dazu Werbeformen in Games, Video oder Mobile TV.

Laut dem Mobile Advertising Circle ist Zahl der Mobile-Advertising-Kampagnen sowie die Anzahl der Werbungtreibenden signifikant in den letzten beiden Jahren gestiegen. Mobilfunkanbieter investieren in Mobile Advertising und bauen ihre Angebote kontinuierlich weiter aus. Gleichzeitig werden die mobilen Werbeformen multimedial und bieten immer größeren Gestaltungsspielraum für die Markeninszenierung auf dem Mobiltelefon.

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Kategorie: Marketing

Über den Autor ()

Markus Burgdorf ist Journalist und PR-Berater. Als Geschäftsführer der deutschen Kommunikations-Agentur Avandy GmbH und Gründer der App Agency berät er Telekommunikationsunternehmen, App-Herausgeber und Firmen weiterer Branchen, die auf M-Commerce setzen möchten.

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