Neuer M-Commerce Marktplatz setzt ab 1. Dezember auf iPhone App

| 24. Oktober 2009 | Ein Kommentar
Shopgate startet als App für das iPhone (Abbildung: Shopgate GmbH)

Shopgate startet als App für das iPhone (Abbildung: Shopgate GmbH)

Shopgate (www.shopgate.com) ist der erste Marktplatz, der ausschließlich für iPhone & Co. entwickelt worden ist. Die Idee: Shopgate soll der „App-Store des Versandhandels“ werden. Das heißt: Kunden können so schnell wie im AppStore physische Güter aller Art mit wenigen Klicks einkaufen.

Telefonieren, Emails schreiben und Kalender verwalten sind längst nicht mehr die einzigen Funktionen, für die Smartphones genutzt werden: Musik hören, im Internet surfen, Spiele, Auskunftsdienste, News-Magazine; selbst Online-Banking, Preisvergleiche und vieles mehr: das Handy wird zum PC.

Und der Versandhandel? Ebay hat vor kurzem berichtet, bereits 380 Millionen USD mit der eigenen App umgesetzt zu haben, und zeigt damit die Richtung an. Amazon, net-a-porter, Oasis, Coop.ch und einige weitere Anbieter haben ebenfalls erfolgreich ihre eigene App gelaunched. Bislang gibt es nach Meinung der Shopgate-Betreiber allerdings kein Projekt, das die Möglichkeiten des mCommerce voll berücksichtigt und auf die mobile Vermarktung fokussiert ist. Und, was auch wichtig ist, die bisherigen Anbieter von M-Commerce Apps haben eine starke Basis im Internet, einen Bekanntheitsgrad und vor allem: Sie haben die Händler, die Shopgate noch suchen muss.

Ortwin Kartmann, CEO der Shopgate GmbH erklärt: „Hintergrund dieser Idee ist der sensationelle Erfolg des AppStores. In nur 12 Monaten über 2 Milliarden Downloads aus einer Auswahl von bereits 85.000 Apps: damit hat nicht einmal Apple gerechnet. Es zeichnet sich eine Entwicklung ab, die die nächsten Jahre bestimmen wird: ein neuer Run auf das Thema mCommerce. Diesmal stehen die Zeichen sehr gut.  Mit Shopgate möchten wir einen Marktplatz aufbauen, der in Punkto Benutzerfreundlichkeit an den App-Store anlehnen wird, aber physische Güter wie Bücher, Mode oder Elektronik im Sortiment hat. Das macht heute noch keiner. Für den Detail- und Versandhandel werden wir Shopgate dann nach und nach mit Features ergänzen, die gänzlich neue Geschäftsmodelle für Online- und Offline-Marketing anstoßen werden.“

Bei Shopgate können sich Händler registrieren, um ihren Shop bekannt zu machen und Produkte direkt über das iPhone zu verkaufen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: hier können Kunden immer und überall erreicht werden. Shopgate bietet in erster Linie deshalb einen neuen Absatzkanal für Händler an. Shopgate berechnet nach einer Registrierungsgebühr von 19,90 Euro monatliche Gebühren in Höhe von 2,90 Euro für die Händler.

Dazu kommen Verkaufsprovisionen von bis zu 20%, darin sind neben Marketingleistungen die Payment Kosten für Kreditkarte oder sofortüberweisung.de erhalten. Für Bücher 20% Verkaufsprovision zu verlangen, ist ziemlich abenteuerlich, wenn man weiß, mit welchen Margen Buchhändler durchschnittlich arbeiten müssen. Die Gebühren für die anderen Warenbereiche bewegen sich zwischen 3,5 und 8 Prozent und liegen damit im Rahmen. Offenbar hat man die Bücherprovision so hoch angesetzt, um hier keine weiteren Anbieter zuzulassen. Ein Trick, den man von Online-Marktplätzen bereits kennt.

Shopgate wird denn auch über einen grossen Partner von Anfang an ein großes Büchersortiment anbieten. Des Weiteren haben nach Angaben des Betreibers schon eine Reihe renommierter Elektronik- und Modeanbieter Interesse bekundet. Für den Launch von Shopgate, der heute für den 1. Dezember 2009 vorgesehen ist, müssen weitere Händler gefunden werden, damit das Konzept aufgeht. Shopgate unterliegt dem typischen Teufelskreis unter verschärften Bedingungen: Zum Start muss man eine Vielfalt an begehrten Produkten präsentieren, weil sonst die App-Nutzer diese nicht mehr benutzen werden. Um Händler anzuziehen, muss Umsatz erwartet werden können, denn sonst machen sich Händler nicht die Mühe, ihre Produkte zu importieren und zu pflegen.

Die Bezahlung läuft über ein zentrales Konto von Shopgate, auf das der Käufer den Kaufpreis überweist. Erst wenn der Händler den Versand der Ware oder das Erbringen der Dienstleistung bestätigt, wird das Geld innerhalb von spätestens 14 Tagen an den Händler überwiesen. Ein System, wie man es von Amazon kennt – und das bei den Händlern nicht beliebt ist, weil sie auf ihr Geld warten müssen und Vorfinanzierungskosten haben.

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Kategorie: M-Commerce

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Kommentare (1)

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  1. admin sagt:

    Einen Monat nach dem angekündigten Start ist im App Store noch keine Shopgate-Anwendung zu sehen. Es könnte sein, dass es da Probleme gibt, denn man hört immer wieder, dass Apple Verkaufs-Applikationen, an deren Verkäufe man nicht beteiligt ist, nicht so sehr bevorzugt…

    Wir wissen von einem anderen Marktplatz, dass auch dort bereits seit Wochen gewartet wird.

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