Barcode statt Handynummer: Mobiles Internet als anonyme SMS-Alternative

| 30. Oktober 2009 | Keine Kommentare

Viele Handynutzer sind zu Recht vorsichtig bei der Weitergabe persönlicher Kontaktinformationen, zu denen zweifelsohne auch die eigene Mobilfunknummer zählt. Denn allzu schnell fallen heutzutage die eigenen Daten in Hände, in denen man sie eher nicht wissen möchte. Ob unerwünschte, belästigende Anrufe oder gar Stalking – die möglichen Folgen können weitreichend sein.

Damit es so weit erst gar nicht kommen muss, ersetzt nun der neue Web-Messaging-Dienst www.fluct.org bei der mobilen Kommunikation herkömmliche Handynummern durch Barcodes – so genannte QR-Codes. Dabei handelt es sich um zweidimensionale Pixelgrafiken, hinter denen sich meist Adressen von Web-Inhalten verbergen.

Einfach und problemlos gescannt lassen sich die Inhalte dann direkt online mit jeder Handy-Kamera abrufen. „In Japan gehören die QR-Codes unlängst zum Alltag. Und dank der zunehmenden Verbreitung von günstigen Internet-Flatrate-Tarifen für Mobiltelefone erfreuen sich diese nun auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit“, erläutert fluct.org-Entwickler Sebastian Schaper.

Die Nutzer von fluct.org erhalten nach Nennung ihres gewünschten Nicknames unmittelbar einen solchen, individuellen QR-Code aufs Handy geschickt. Dieser umfasst schließlich die Daten, die zur Kontaktaufnahme mit dem Nutzer notwendig sind. Durch Bereitstellung des Codes, der vom gewünschten Kommunikationspartner per Handy-Cam direkt vom Display gescannt wird, kann dann ein Kommunikationsvorgang anonym und ohne Weitergabe der eigenen Handynummer angebahnt werden.

„Im Gegensatz zu E-Mail, SMS oder sozialen Netzwerken besitzt der Nutzer bei fluct.org keine feste Identität. Vielmehr ist jede Kommunikationsverbindung zwischen zwei Nutzern individuell und kann daher von beiden Seiten bei Bedarf jederzeit gelöscht werden, sodass dem Gesprächspartner im Nachhinein keinerlei Möglichkeiten zur erneuten Kontaktaufnahme verbleiben“, verweist Schaper auf eine Besonderheit des neuen Web-Messaging-Dienstes.

Aufgrund des geringen Trafficverbrauchs entstehen bei Nutzung von fluct.org mit aktuellen Daten-Tarifen zum Teil deutlich geringere Verbindungskosten als etwa beim Versand einer Kurzmitteilung. Für Nutzer mit einer Daten-Flatrate ist die Nutzung von fluct.org sogar völlig kostenlos.

Derzeit befindet sich der neue Webservice noch in der Beta-Phase und ist vorerst nur in englischer Sprache verfügbar. In Zukunft soll es unter anderem möglich sein, auch dauerhaft gültige QR-Codes zu erzeugen, mit denen dann beispielsweise Textilien bedruckt werden können.

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Kategorie: Mobiles Internet

Über den Autor ()

Markus Burgdorf ist Journalist und PR-Berater. Als Geschäftsführer der deutschen Kommunikations-Agentur Avandy GmbH und Gründer der App Agency berät er Telekommunikationsunternehmen, App-Herausgeber und Firmen weiterer Branchen, die auf M-Commerce setzen möchten.

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