Die neue Amazon App für das iPhone ist da: Wie gut funktioniert Amazon Memo?

| 17. Januar 2010 | 2 Kommentare

Die Amazon iPhone App bietet über das Suchen und den Kauf hinaus eine neuartige Funktiuon, die sich Amazon Memo nennt (Bild: amazon)

Von einer Amazon App erwartet man schon einiges. Wenn Amazon also eine App bringt, dann wird genauer hingesehen, da Amazon sich in den letzten Jahren schon wiederholt zum Trendsetter im eCommerce gemacht hat, in dem zum Beispiel nach dem Nutzerverhalten für jeden Kunden ein individueller Shop angelegt wurde, der so exzellent die Interessen des Nutzers aus dessen bisherigem Surf- und Kaufverhalten widergibt, dass man immer wieder erstaunt ist.

Die neue App von Amazon Mobil bietet natürlich die Standardfunktion für das Suchen und Kaufen, man kann Preise vergleichen und Rezensionen der Amazonm-Redaktion und von anderen Nutzern lesen. Kunden von Amazon haben vollen zugriff auf ihr Kundenkonto, ihren Einkaufswagen, ihren Wunschzettel und die Einstelloptionen für Lieferungs- und Zahlungsmöglichkeiten. Jede Bestellung über das mobile Endgerät läuft über die Sicherheitsserver, so wie auf der Webseite des Online-Kaufhauses.

Interessant ist die neue Funktion von Amazon Mobil: Amazon Memo. Mit der iPhone Kamera kann man Produkte fotografieren, die man sich merken möchte. Die Fotos werden in der Applikation gespeichert und zur Webseite übertragen. Handelt es sich erkennbar um ein Produkt, sucht Amazon nach einewm vergleichbaren Artikel. Hat Amazon ein passendes Produkt gefunden, so wird eine Email versandt, in der das Orginalfoto und der von Amazon gefundene Artikel gezeigt wird.

Praxistest:

Ich habe mich gerade mit meinen Webseiten-Anmeldedaten in der App angemeldet. Die Startseite nach Registrierung zeigt mir nun Produkte, für die ich mich interessen könnte, diese ergänzen meine bisherigen Bestellungen bei Amazon. Oben rechts unter dem Suchfeld befindet sich das neue Amazon Memo. Ich fotografiere nun mal einen Festplattenkarton und klicke auf „Verwenden“. Amazon meldet, dass man nun nach einem vergleichbaren Produkt für mich suchen wird. Ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt. Der Titel der Seite, die mein soeben gemachtes Foto zeigt, ist etwas irreführend „Für sie aufgespürt“. Richtiger wäre sicher: „Ihr Foto“.

Nach rund einer Minute hat Amazon anhand der Verpackung das Produkt erkannt, es handelt sich um eine 1 TB externe Festplatte von Toshiba. Diese hat – so erfahre ich auf der Produktdetailseite einen Preis zwischen 63,45 und 167,60 Euro. Verfügbar ist sie jedoch weder gebraucht noch neu. Immerhin erfahre ich noch, was die Käufer dieses Produktes noch gekauft haben.

Zweiter Versuch: Jetzt fotografiere ich eine Trekstore Festplatte, gemeinerweise ohne Verpackung. Amazon meldet direkt nach Aufnahme des Bildes die Weiterleitung an Amazon.de.  Nach drei Minuten kommt das Ergebnis: Trekstor Datastation maxi mit 500 GB. Ok, das ist fast richtig. Tatsächlich handelte es sich um die Trekstor Datastation pocket mit 200 GB. Dennoch eine tolle Leistung des Systems, denn auf dem Foto sieht man nur ein graus Viereck mit dem etwas undeutlichen Schriftzug Trekstor.

Jetzt fotografiere ich mein stationäres Telefon, das Systemtelefon der Telekom. Und wieder sucht Amazon nach einem passenden Produkt. Das Telefon wird innerhalb nur einer Minute als Siemens Euroset 5030 identifiziert, das ich für 43,95 neu oder für 37,96 Euro gebraucht kaufen kann. Das Telefon ist also nicht identisch, aber recht ähnlich. Hier sieht man die Unschärfe im Vergleich zum Barcodescanner. Dafür ist das Fotografieren deutlich einfacher, denn den Barcode zu fotografieren, benötigt etwas mehr Zeit und gerade, wenn man im Handel einen Barcode fotografieren möchte, ist diese Version der Produkterkennung deutlich komfortabler.

Ein letzter Versuch: Ich fotografieren einen Kugelschreiber-USB-Stick von Intenso und bin gespannt, ob Amazon mir jetzt einen Kugelschreiber, einen Füllfederhalter oder tatsächlich einen USB-Kugelschreiber anbieten wird. Damit es etwas leichter wird, nehme ich die Schutzkappe ab und lege den USB-Kugelschreiber auf ein weißes Blatt Papier. Ok, weit gefehlt, Amazon Memo erkennt den USB-Kugelschreiber als Toshiba Tablet Pen für das Portege M200. Das hilft mir nun überhaupt nicht weiter, aber die Aufgabe war natürlich auch sehr schwer.

Bestimmt hat Amazon für Amazon Memo eine Lernfunktion eingebaut, die nach den Rückmeldungen der User und einer internen Redaktion die Funktion Schritt für Schritt verbessern wird. Der Anfang ist gemacht und mit Amazon Memo wird es noch einfacher, leicht nach Produkten zu suchen, für die man sich interessiert.

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Kategorie: Apps, M-Commerce

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Kommentare (2)

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  1. Fritz sagt:

    Als generelle Alternative/Liveproduktsuchmaschine kann man noch die App barcoo empfehlen, mit der man Infos zu fotografieren Barcodes von Produkten bekommt! Damit kann eine Shoppingtour durch Karstadt eine ganze neue Dimension annehmen 😉

    Fritz

  2. admin sagt:

    Hallo Fritz,

    genau deshalb hatten wir Barcoo auch schon vorgestellt: http://www.m-commerce-blog.de/2009/12/14/barcoo-bringt-verbraucher-infos-auf-das-iphone/

    Ich habs auch auf dem Gerät, aber bis auf ein paar Tests zuhause noch nicht im Laden getestet.

    Markus

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